Auf den Spuren Gerhard Mercators

WAZ/NRZ 01.12.2012 Von Dennis Bechtel

Gerhard Mercator ist ein bestimmender Faktor im Leben von Friedrich Wilhelm Krücken (82). Der ehemalige Leiter des Mercator-Gymnasiums trug mit seinen Beiträgen zum Leben und Werk des berühmten Kartographen maßgeblich zur Aufklärung dessen Leistung bei. Gestern wurde Krücken für seine Forschungen die Ehrendoktorwürde der Universität Duisburg-Essen verliehen. „Ich bin wirklich überglücklich“, sagte der frisch gebackene Dr. phil. h.c. vor Freunden, Familienmitgliedern und Kollegen im Mercator-Haus der Universität. „Ich habe immer mit Freude und Ehre an meinen Werken gearbeitet. Jetzt auf diese Weise ausgezeichnet zu werden, ist wundervoll.“

Ebenfalls froh und stolz zeigte sich Rektor Ulrich Radtke, der Krücken gemeinsam mit Dekan Dirk Hartmann eine Ehrenurkunde überreichte. „Es ist bemerkenswert, wie intensiv sich Dr. Krücken mit dem Leben und Wirken Mercators auseinandergesetzt hat. Ich beneide ihn um sein Wissen“, so Radtke.

Vorgeschlagen für den Ehrendoktortitel wurde Krücken vom ehemaligen Kulturdezernenten der Stadt Duisburg, Konrad Schilling. Er, so erklärte Radtke, habe darauf hingewiesen, dass Krückens Auszeichnung im Jahr des 500. Geburtstags Mercators auf der Hand liege. „Wir sind dankbar für den Hinweis und den regen Kontakt zwischen Stadtgesellschaft und unserer Universität. Uns ehrt es, Dr. Krücken im Kreis unserer Doktoren begrüßen zu können.“

Krücken, der Philosophie, Mathematik, Astronomie und Psychologie studierte und sich seit mehr als 50 Jahren der Arbeit an Mercators Werk widmet, intensivierte die Forschung nach seiner Pensionierung 1993. Die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeit liegen seit kurzem in einer vierbändigen Gesamtausgabe mit dem Namen „Ad maiorem Gerardi Maercatoris Gloriam. Abhandlungen zum Werk Gerhard Mercators“ vor.

In den Bänden befasst sich Krücken vor allem mit den mathematischen Grundlagen der Kartographie des berühmten Universalgelehrten. Er belässt es allerdings nicht bei der Diskussion kartographisch-mathematischer Probleme, er fragt auch nach dem Entstehungszusammenhang der Karten. Außerdem ist dem Werk eine kommentierte Reproduktion der berühmten Weltkarte Mercators beigefügt.

Krücken wies jedoch in seiner Dankesrede auch auf die Arbeit seiner vielen Kollegen hin: „Ohne deren Unterstützung hätte meine Arbeit nicht zu so einem Ergebnis geführt“, sagte er. Besonders hervor hob er diesbezüglich die Mathematik- und Lateinlehrer des Mercator-Gymnasiums.

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